Nach
44 Jahren ist das berümteste Tor der Welt, das kein Tor war, getilgt,
durch ein Tor das eins war, aber nicht zählte. Alle haben es gesehen,
nur die Schiri-Combo nicht. Die
dadurch aufbrandende Diskussion um einen Torrichter, Torkamera,
Videobeweis, Chip im Ball, erfast nun sogar den
Bundesverdienstkreuzträger und FIFA Sonnenkönig Sepp Blatter. Dieser
wolle, ob der Kritik von allen Seiten an den zahlreichen
Schiedrichterfehlern in diesem WM-Turnier nun technische Hilfmittel
nicht mehr ausschließen und erwägt
ein Umdenken.
Das
wird auch allerhöchste Zeit, denn sonst wird durch ewiges, "hätte nicht
zählen dürfen", "hat der Linienrichter nicht geshen", " alle hams
gesehn nur der Unparteiische nicht", das optisch, finanziell und
physisch hochgezüchtete Spiel mit
dem Ball unglaubwürdig. Sonst ist das kein Spiel der Fähigkeiten mehr,
sondern eine Lotterie. Vollkommen blödsinnige Argumente wie, das
Fehlentscheidungen zum Spiel gehören und man dadurch erst
Gesprächsstoff habe, ist schlicht lächerlich. Fehler in der
Spielleitung und Regelauslegung zerstören das Spiel und müssen
minimiert werden. Dazu gibt es in Zeiten von HD-TV und Superzeitlupen
geeignete Mittel und Wege, man muß sie nur beschreiten wollen. Sonst kann man bei der WM auch
wieder mit einem genähten Lederball und Holztoren antreten und über '66
jammern.
Ballchip jetzt!